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1990-94er Edition PC
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1990-94`er Edition ist ein faszinierendes Strategiespiel, bei dem Sie versuchen müssen, vom Parteigründer zum Bundeskanzler aufzusteigen. Doch Vorsicht! Schneller als man denkt, ist das Parteileben auch schon wieder beendet, der Pleitegeier droht. Stellen Sie sich ein eigenes Parteiprogramm zusammen, halten Sie Reden, besuchen Sie Talkshows, versuchen Sie die Presse zu beeinflussen.

Wollen Sie sich von der Industrie unterstützen lassen oder setzen Sie lieber auf das Agieren in diversen Ämtern, z.B. als nationaler Greenpeace-Vorsitzender, als Innenminister eines Landes oder als Bundesbankpräsident. Doch auch Wahlkampfveranstaltungen wollen abgehalten werden und wehe, Sie passen Ihre Rede nicht den Gegebenheiten vor Ort (Umweltschäden, Arbeitslosigkeit ect.) an.

1990 - Die 94`er Edition enthält realistische Daten von allen 16 Bundesländern sowie die derzeitigen politischen Konstellationen. Auch alle Namen sind authentisch. 1990-94`er Edition ist ein würdiger Nachfolger von der 92`er Edition. Natürlich wurden viele Verbesserungen vorgenommen! Die Grafik wurde gewaltig aufpoliert und einige sehr gute Sounds sind auch noch neu dabei!

Jeder weiß, daß die BRD eine Demokratie ist. Dennoch haben viele Menschen das Gefühl, von "oben" regiert zu werden. Damit verbunden ist ein Gefühl der Ohnmacht politischen Entscheidungen gegenüber. Wie ist es aber an den Hebeln der Macht ? Mit "1990" können Sie zu einem der "Großen" werden, über Politik und Gesellschaft in der BRD mitbestimmen. Nebenbei erleben Sie eine komplexe Simulation, wie sich die Lage in unserem Land entwickeln kann.

"1990" ist eine Mischung aus Strategiespiel, Simulation und Lernprogramm. Man steuert in "1990" eine politische Partei als deren Vorsitzender und muß mit Hilfe von Öffentlichkeitsarbeit und geschicktem Taktieren sich in möglichst viele Landes- parlamente und wenn möglich in den Bundestag bringen.

In "1990" wird die Entwicklung in der Bundesrepublik simuliert. Sie kann durch die Einwirkung des Spielers in neue Bahnen gelenkt werden. Außerdem lernt der Spieler dabei wichtige Elemente der Demokratie kennen.

1990 - Das Spiel zum Superwahljahr 94 (PC-Version)

PCProfessional 9/94: Zufriedendstellend
PC-joker 7-8/95: 67%
Insider: Insidertip
ASM: Urteil 10, GUT
PC-Welt 11/94: GUT

Systemanforderungen

Ab 286er, 386er empfohlen, 1 MByte RAM, Festplatte, VGA-Karte, MS-kompatible Maus. Für den Sound wird ein EMS/XMS Speicher benötigt.

Kann unter WindowsXP Probleme geben. Keine Support für WindowsXP möglich!
Kompatibilitätsmodus aktivieren.

Historischer Überblick / Einführung in das politische System der BRD

Die Geschichte der Bundesrepublik Deutschland begann mit der Verkündigung des Grundgesetzes, einer provisorischen Verfassung, am 23.05.1949. Vier Jahre nach dem Zusammenbruch des menschenverachtenden nationalsozialistischen Systems, entstand aus den drei "Westzonen" der Nachfolgestaat der gescheiterten Weimarer Republik. Die Verfassung, die der "Parlamentarische Rat" entworfen hatte, trug der Vergangenheit Rechnung und legte den Grundstein für die Entwicklung einer stabilen Demokratie. Im Gegensatz zur eher formalistisch ausgelegten, wertneutralen Weimarer Verfassung ist das Grundgesetz wehrhaft. Es ist nicht nur unabänderlichen Grundwerten wie der Würde des Menschen verpflichtet, sondern bietet auch ein reiches Instrumentarium gegen Verfassungsfeinde. Diese können gewisse Grundrechte wie das Wahlrecht oder das Recht auf freie Meinungsäußerung verwirken, ihnen kann der Zugang zu öffentlichen Ämtern verweigert werden und sie müssen mit dem verfassungsmäßig legitimierten Widerstand aller Deutschen rechnen. Darüberhinaus besteht die Möglichkeit des Verbots verfassungsfeindlicher Organisationen und Parteien. Auch wurde die übermächtige Stellung des Reichspräsidenten der Weimarer Republik als Mitursache für den Weg zu Hitlerdeutschland erkannt. Deshalb verfügt der Bundespräsident fast ausschließlich über repräsentative Funktionen, die Regierungsgewalt wurde fast vollständig dem Bundeskanzler übertragen. Trotz seiner weitreichenden Kompetenzen (Ernennung der Minister ohne Zustimmung des Parlaments, Richtlinienkompetenz) ist jedoch auch er bei weitem nicht allmächtig. Seine politische Macht wird vor allem durch das Parlament begrenzt und kontrolliert. Dieses als einziges durch die Stimme des Wählers direkt legitimierte Verfassungsorgan wählt nicht nur den Bundeskanzler, es hat auch die Möglichkeit, ihn über ein konstruktives Mißtrauensvotum abzuwählen. Dies sieht jedoch vor, daß ein Gegenkandidat von der Parlamentsmehrheit zum neuen Kanzler erhoben werden muß, soll es nicht scheitern (wie 1972 ein Mißtrauensvotum der Oppositionsparteien CDU/CSU gegen Willy Brandt), was eine deutliche Stabilisierung des Regierungssystems im Vergleich zur Weimarer Republik zur Folge hatte, in der das destruktive Mißtrauensvotum existierte. Ein weiterer Grund für den Erfolg des Grundgesetzes liegt zweifelsohne in der Parteienlandschaft, die sich in der Bundesrepublik entwickelte. Nachdem die sogenannte 5%-Hürde nach der ersten Bundestagswahl von Länder- auf Bundesebene verlagert wurde, schrumpfte die Zahl der für die Regierungsbildung wichtigen Parteien schnell auf die klassischen drei zusammen. Zu ihnen, CDU, SPD und FDP trat dann 1980 die Partei der GRÜNEN. Mit der Wiedervereinigung schickte sich 1990 auch die Nachfolgepartei der SED, die PDS, an, im politischen Machtgefüge der BRD eine Rolle zu spielen. Nicht auszuschließen ist ebenfalls ein Erfolg der national-konservativen Republikaner bei den Bundestagswahlen 1994 als Sammelbecken für rechte Kräfte und Protestwähler.

Nicht zuletzt war auch die bis dato erfolgreiche Politik der verschiedenen Regierungen für die hohe Akzeptanz der etablierten Parteien in der Bevölkerung verantwortlich. Erst durch das Bewußtwerden neuer Probleme - wie etwa der Umweltverschmutzung oder der Rüstungsproblematik - war der Grundstein für das Entstehen neuer Parteien (GRÜNE, ÖDP,...) gelegt. Etwas ähnliches scheint sich aufgrund eines Rechtstrendes in der deutschen Bevölkerung nun mit den Republikanern abzuspielen, die sich geschickt die Lösungskompetenz für das Thema Asyl zugeschrieben haben.
Hier wird sich jedoch erweisen müssen, ob dies ausreicht, auch auf Bundesebene eine bedeutende Rolle spielen zu können. Andere auf einzelne Probleme konzentrierte Parteien, wie etwa der Block der Heimatvertriebenen und Entrechteten, eine Sammelbewegung von Kriegsfolgeopfern (immerhin 5,9% bei den Bundestagswahlen 1953), verloren jegliche politische Bedeutung mit Beseitigung des Problems. Natürlich bietet eine derartige Stabilität die Gefahr einer Quasi-Konkordanzdemokratie, in der es zu Parteienfilz und Korruption kommen kann. In dieser Hinsicht sind auch zwei Ereignisse in der politischen Geschichte der BRD besonders zu beachten, die radikalen Wandel in Struktur der politischen Macht und im gesellschaftspolitischen Denken brachten und auch anzeigten. Zum einen war es der Wechsel von einer CDU geführten Regierung 1969 zur SPD/FDP-Regierung Brandt/Scheel, die in einer Rezession die Mittel sozial-liberaler Politik anwendete und auch eine neue, demokratischere Gesellschaft auf ihre Fahnen geschrieben hatte. Zum anderen war es der Ausstieg der FDP aus dieser Koalition im Jahre 1982, was erneut eine Wende inmitten einer wirtschaftlichen Rezession zur Folge hatte. Die CDU brachte nun ihre neoklassizistischen Wirtschaftstheorien und das Versprechen einer "geistigen Wende" in die Regierungsarbeit ein.

Seit 1990 nun, dem wirklich historischen Datum der Wiedervereinigung eines demokratischen Deutschlands, befindet sich die politische Landschaft der Republik erneut in einer gewissen Umstrukturierungsphase. Die Integration von 16 Millionen neuer Mitbürger mit ihren ganz speziellen Problemen und Sorgen, die erste große weltweite Rezession seit Anfang der 80er Jahre, der gesellschaftliche Rechtsruck in den Staaten Europas, der Vertrauensverlust der etablierten Parteien in der Bevölkerung, die politische Orientierungslosigkeit der ökologischen Bewegung und auch das Agieren der SED-Nachfolgepartei PDS werden zweifelsohne für gewisse Machtverschiebungen im politischen System der BRD sorgen. Wie groß und wie folgenschwer diese sein werden, haben letztlich alle Bürger dieses Landes in der Hand. Interesse für die Politik und ein klares Eintreten für demokratische Grundsätze müssen daher mehr denn je eine Selbstverständlichkeit sein. Dazu gehört zumindest ein Grundwissen über das politische System der BRD.

Die BRD ist ein föderales Staatswesen, d.h. neben der zentralen Machtstruktur, die sich auf das Parlament und die Regierung in Bonn/Berlin konzentriert, existieren 16 Bundesländer, die selbst über Parlamente (Landtage) und Regierungen verfügen und somit ein Gegengewicht zu Bundestag und Bundesregierung bilden. Darüberhinaus existiert mit dem Bundesrat ein Gremium, in das die Länderregierungen Abgesandte schicken, die dort ebenfalls bundesweite Macht ausüben. Der Bundesrat kann nämlich Gesetzesinitiativen starten, mit denen sich dann auch der Bundestag beschäftigen muß. Außerdem muß er zustimmungspflichtigen Gesetzen, d.h. Gesetze, die auch die Interessen der Länder betreffen, zustimmen, wenn diese in Kraft treten sollen. Die Landtage sind also ebenfalls von großer Bedeutung für den politischen Entscheidungsprozeß in der BRD, wenngleich der Bundestag natürlich darüber weit hinausgehende Bedeutung hat. So bestimmt er z.B. indirekt die Bundesregierung, die unter anderem praktisch autonom die Außen- und Verteidigungspolitik bestimmt. Sowohl der Bundestag als auch die Landtage werden alle 4 Jahre (Ausnahmen sind das Saarland, Rheinland-Pfalz und Nordrhein-Westfalen mit 5 Jahren Legislaturperiode) gewählt. Grundlage des Wahlsystems ist das sogenannte personalisierte Verhältniswahlsystem. Dabei hat der Wähler zwei Stimmen. Die erste gibt er einem Direktkandidaten, der in seinem Wahlkreis (das Wahlgebiet wird in Wahlkreise aufgeteilt) kandidiert. Der Kandidat, der jeweils die meisten Stimmen erzielt, ist gewählt und zieht ins Parlament ein. Die zweite Stimme des Wählers gibt er der Liste einer Partei, in der festgelegt wird, welche Politiker der Partei in welcher Reihenfolge ins Parlament einziehen sollen. Diese zweite Stimme entscheidet über die Machtverhältnisse im Parlament, da nur so viele Listenkandidaten einer Partei ins Parlament einziehen, wie ihr nach Abzug der direkt gewählten Kandidaten noch zustehen. Sollten mehr Kandidaten einer Partei ins Parlament direkt gewählt werden, als ihr nach den Zweitstimmen zusteht (=Überhangmandat), dann erhalten die anderen im Parlament vertretenen Parteien sogenannte Ausgleichsmandate, damit die Verhältnisse nach den Zweitstimmen-Ergebnissen noch stimmen. Somit ist die Zweitstimme die für die Zusammensetzung des Parlaments entscheidende Stimme. Manche Länder handhaben das Wahlrecht ein bißchen anders, so gibt es in manchen Ländern nur eine Stimme, deren Bedeutung dann der Zweitstimme entspricht. Auch kann der Wähler in manchen Ländern Einfluß auf die Reihenfolge der ansonsten starren Parteilisten nehmen. Darüberhinaus gibt es Unterschiede in den Rechenverfahren, nach denen Ausgleichsmandate zugeteilt werden. In Schleswig-Holstein schließlich existieren überhaupt keine Ausgleichsmandate. Alle Länder und der Bund haben jedoch eine wichtige Gemeinsamkeit : die 5%-Klausel, nach der nur Parteien, die mindestens 5 Prozent der Zweitstimmen auf sich vereinigen oder 3 Wahlkreise direkt gewinnen konnten, ins Parlament einziehen dürfen. Damit wird eine unsteuerbare Aufsplitterung des Parlaments verhindert. 0.5% der Zweitstimmen müssen Parteien erzielen, um in den Genuß der sogenannten Wahlkampfkostenrückerstattung, dem Erhalt eines Pauschalbetrages von 6.50 pro für sie abgegebene Wählerstimme, zu kommen. Die Parteien selbst müssen nach demokratischen Prinzipien aufgebaut sein, d.h. untere Ebenen wählen frei die nächsthöheren. Dennoch konzentriert sich die tatsächliche Macht oftmals in den Händen weniger, sowohl bedingt durch die sogenannte "antizipierte Reaktion", d.h. das auf Wünsche und Stimmungen der Parteibasis eingehende Handeln der Führung, als auch durch Oligarchisierungstendenzen, die durch verschiedene Faktoren, wie etwa die bessere Medienpräsens der Parteispitzen oder eine vermutete Dankbarkeit gegenüber der Parteiführung für geleistete Arbeit.




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